Übers Ankommen

31 Okt 2017 | Auf Reisen, Bilder aus der Luft, Film, Foto, Natur

läuft gerade: Tool – „Ænima“

Wir alle wollen irgendwo ankommen. MarathonläuferInnen über die Ziellinie, SängerInnen bei ihrem Publikum, SchichtarbeiterInnen am Ende eben jener. Und ich? Ich will irgendwo da sein, hier sein, im Jetzt – nicht irgendwo, sondern hier.
Ich verliere mich in Gedankenspielen: Tue ich dies und jenes, werde ich da und dort sein. Und wenn das geschafft ist, dann werde ich ankommen. Diesmal wirklich, also echt jetzt, ankommen im Hier. Vielleicht bringt mich eine Reise an einen Ort, an dem ich da sein kann, nicht hier – sondern dann dort, aber weil ich dann dort bin, kann ich hier nicht sein und werde es schätzen lernen. Das hier sein. Das im Jetzt und Gegenwärtigen sein. Die Vergangenheit schätzen, die Gegenwart leben und meiner Zukunft offen gegenübertreten. So der Plan.

Und dann kommt diese Reise, die mich weit weg bringt – weit weg von allem. Ich bin allein. Nur ich und das Jetzt. Und alles andere um mich herum. Aber irgendwie doch nur ich und das Jetzt. Ich finde keine Ruhe und beginne nachzudenken: „Bin ich denn jetzt wirklich hier, nur weil ich hier hingereist bin und dachte dann hier zu sein, weil ich dann weg bin von allem anderen?“.

Und dann steh ich da und weiß nicht mehr weiter und irgendwie geht es dann einfach so weiter. Wie immer: es geht weiter. Zwei Schritte vor und ich bin schon wieder da, also ganz woanders, nicht hier, nicht dort, nicht angekommen.Und dann beginne ich mich zu fragen: „Wo bin ich denn eigentlich, wenn ich nicht hier bin? Wenn ich weder hier bin, noch dort war und wahrscheinlich auch nie wirklich richtig da sein werde?”

Zwischen den Stühlen, in einem ewig drehenden Karussell gefangen. Und es wird immer schneller – das Karussell – und ich sehe alles an mir vorbeiziehen. Wie ein ewig währender Strom an immer neuen Dingen rauscht alles an mir einfach vorbei und alles dreht sich um sich selbst. Die Gestalten bleiben gleich, nur die Spuren, die hinter ihnen herziehen, werden immer länger, das Karussell immer schneller, die Wahrnehmung immer verwaschener. Ein grauer Brei aus Nichts, also schon irgendwie etwas, aber irgendwie auch nicht. Zu verschwommen, um etwas zu erkennen. Folge ich einem Punkt, versuche ihn zu fokussieren, ist der Moment schon längst geschehen. Geschichte, Vergangenheit. Ich selbst bin nicht mehr dort, sondern hier, will aber viel lieber dort sein. Nie ankommen, weil nie wirklich richtig hier, nie in Ruhe, nie bei mir, sondern immer jemand anders, der ich gar nicht bin aber versuche zu sein.

Nun bin ich hier, nicht dort, erlebe das Jetzt, bin bei mir. Versuche mich dem ewig drehenden Karussell zu entreißen und stehen zu bleiben. Mit beiden Beinen auf dem Boden eines vernebelten Strands in Kanada, hier entstand der Name der Kurzdokumentation und des gleichnamigen Bildbands: „Ankommen“.

Als ich mich Mitte Juni 2017 per Nachtbus auf den Weg nach Kopenhagen mache, um nach New York zu fliegen, steht nicht viel von dem fest, was in den nächsten vier Wochen bis zu meinem Rückflug nach Europa von Toronto passieren soll. Zwei Wochen Ostküste der USA, zwei Wochen Ostküste Kanadas, so der grobe Plan. Zwischendrin, dabei und währenddessen Land und Leute studieren, ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist dort zu sein. Ankommen in einer Welt, die ich zuletzt 1999 im Alter von 7 Jahren sah und dessen Erscheinung rückwirkend eher einer Traumwelt gleicht.

Ich beginne meine Reise in New York City, genauer in Williamsburg, Brooklyn, in einem großen Raum, wo ich in Trockenbauverschlägen gebettet jedes Atemgeräusch aller anderen Bewohner dieser Etage vernehme und die zentrale Klimaanlage mir wie ein Orkan ins Gesicht bläst. Hostel nennt man das hier. Doch gewöhnungsbedürftige Schlafbedingungen sind unwichtig, denn die Unterkunft soll nur dem dem Zweck dienen, meine müden Knochen nächtlich zu regenerieren.

Es ist mein erstes Mal in New York City, das erste Mal in einer Großstadt dieser Ausmaße, das erste Mal für die kommenden zwei Wochen allein, das erste Mal so weit weg von Zuhause. Nicht, dass es mich stören würde allein zu sein, habe ich doch in den letzten Monaten bereits viel Erfahrung beim Alleinreisen gesammelt und das weit weg Sein ist in der heutigen Welt auch nur eine Sache von ein paar Flugstunden – doch sei es an dieser Stelle zumindest vermerkt: dieser Trip ist Neuland für mich. Aufregend.

Ich erkunde die Stadt. Erst zu Fuß, dann mit dem Rad. New York City hat ein hervorragend ausgebautes Bike-Sharing-System, das heimische Lösungen wie Lidl-Bike und das, zum Zeitpunkt meiner Reise aufkommende, Nextbike mühelos in die Tasche steckt. Also radle ich durch die Häuserschluchten, die Straßen auf und ab, Tag ein Tag aus.  Immer die 30 Minuten Ausleihzeit, die in der Tagespauschale inbegriffen sind, im Hinterkopf, versuche ich Orte zu finden, an denen es nicht so aussieht, nicht so ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Versuche Menschen zu finden, die hier wohnen, New Yorker, quasi.
Ich versuche in den Menschenmengen unterzugehen, mich im kollektiven Gedränge durch die Monumentalbauten treiben zu lassen und das Stadtleben aufzusaugen. Auch wenn mir Öffentliche Verkehrsmittel schon in Berlin zuwider sind und ich mich somit in gewisser Weise dem öffentlichen Leben verschließe, komme ich doch gut rein und kann es schnell genießen hier zu sein. Ich führe kurze Gespräche am Wegesrand, über dies und das, und Deutschland, achja Deutschland, und Trump, und Kanada, das ja so schön sei, und wie sehr ich mich freuen soll, über die Reise – also wirklich richtig doll freuen soll – und wie schön es war, mich zu treffen – also wirklich so richtig doll schön war – mich zu treffen.

Diese Art, diese amerikanische Art, von der man immer so viel hört. Sie ist da aber sie ist nicht so wie ich dachte, dass sie wäre – noch. Vorerst bin ich aber erstmal glücklich in New York. Ich stehe in der Regel früh auf, überquere die Williamsburg Bridge, genieße die durchgehend warmen Temperaturen und fahre einfach rum.
Ich versuche mit meinen Kameras das Leben der New Yorker authentisch und unverfälscht darzustellen, doch wird mir schnell klar, die schiere Masse an Eindrücken, die hier auf einen stürzt, ist schwer zu fassen, schon für den Geist allein und erst recht, wenn man versucht, sie in irgendeiner Form festzuhalten. Gerade aus diesem Grund hilft mir das akribische Fotografieren und Filmen dabei, meine Perspektive zu schärfen und meinen Betrachtungswinkel zu fokussieren, um bestimmte Dinge genauer und bewusst mitzuerleben.
Oft halte ich einfach bei einer der vielen Bike-Sharing-Stationen an, gebe mein Rad ab, laufe einige Kilometer, um mich dann wieder aufs Rad zu schwingen und an einen anderen Teil der Stadt zu fahren. Während meiner sechs Tage in New York gibt es eigentlich nur zwei Konstanten: Dollar Pizza und die Highline. Dieser Park versprüht schon bei meinem ersten Besuch ein ganz besonderes Flair und sorgt dafür, dass ich dort vier oder fünf mal zu verschiedenen Tageszeiten zurückkehre. Meist Abends mit einem Kaltgetränk in der Hand, schlendere ich die ehemalige oberirdische U-Bahnlinie entlang und blicke auf die zukünftigen Ruinen der Spezies Mensch. Viel Gedanken über das Hier und Jetzt mache ich mir nicht, zu eindrucksvoll ist meine Umgebung, zu neugierig bin ich bei ihrer Erkundung.

Nach sechs Tagen verlasse ich die so lieb gewonnene Stadt, um mich per Mietwagen die Küste entlang Richtung Norden zu bewegen. Auch wieder ganz ohne Plan einfach drauf los. Ursprünglich gedacht war, sich mit öffentlichen Fortbewegungsmitteln den Weg bis nach Moncton (Kanada) zu bahnen, von wo aus ich per Mietwagen eine gute Freundin in Summerside abholen wollte, um die zweite Hälfte der Reise zu beginnen. Doch die Recherche vor Ort ergab schnell, dass eben diese öffentlichen Fortbewegungsmittel nicht existent sind. Gut, hätte man auch vorher wissen können.

Nach dem Kauf einer gewissermaßen Camping-Grundausstattung, bestehend aus einer Kühlbox, die nicht wirklich kühlt und einer Luftmatratze, die nicht wirklich ins Auto passt, fahre ich Richtung Norden, Richtung Maine. Mein idealistischer Leichtsinn verhieß, dass ich schon irgendwie irgendwo abends anhalten könnte, um zu schlafen, vielleicht mal auf einem Campingplatz duschen und sonst einfach das offene Meer für die Reinigung meines Körpers über die nächsten 7 Tage verantwortlich werden wird.

Doch es kommt anders. Nach langer Fahrt in Maine angekommen, stellt sich ein Gefühl des Unwohlseins ein. Es ist ein, mir unbekanntes, sehr starkes Gefühl, das nicht weg geht, sondern immer stärker und mir immer präsenter wird. Der Plan, sich keinen Plan zu machen, erweist sich als nicht wirklich praktikabel. Zusammen mit einer anfliegenden Erkältung, einer Kühlbox voller amerikanischer Süßigkeiten und der, nicht richtig ins Auto passenden, Luftmatratze fahre ich die Küste weiter.
„Support our Troops!“, Autoplätze voll von, auf Hochglanz polierten, in Reihe stehenden Pick-Ups, riesige Fahnen, auf 3mm geschnittener Rasen, „Hi, how are you?“, „Support our Troops!“, Autoplätze voll von, auf Hochglanz polierten, in Reihe stehenden Pick-Ups, riesige Fahnen, auf 3mm geschnittener Rasen, „Hi, how are you?“, „Support our Troops!“, Autoplätze voll von, auf Hochglanz polierten, in Reihe stehenden Pick-Ups, riesige Fahnen, auf 3mm geschnittener Rasen, „Hi, how are you?“.

Ich fühle mich ein wenig als wäre ich im falschen Film. Da kann die schöne Landschaft auch nicht darüber hinweghelfen. Ich suhle mich gerne in meiner schlechten Laune und so wird mir wieder mal einer der Nachteile des allein Reisens vor Augen geführt. Sich allein aus kleinen Talfahrten herauszuholen ist schwer – eine Last, die ich nur ungern bereit bin mit mir allein zu tragen. Doch wie eingangs erwähnt: manchmal denkt man es geht nicht weiter und dann gehts einfach so weiter. Ich breche meinen Roadtrip durch Maine ab und fahre, mit zwei nächsten Zwischenstopps in Bosten, nach New York City zurück. In Boston mache ich mich erst mal daran, wieder gesund zu werden. Stehen mir doch in den nächsten Wochen in Kanada viele weitere Nächte im Auto bevor, wenngleich diese auch angenehmer werden, dank größerem Auto.

Ich lerne Boston kennen und bin sofort sehr begeistert von dieser Stadt. Irgendwie etwas anders als New York City aber doch ziemlich amerikanisch. Ich beobachte stundenlang Eichhörnchen, spreche einige Stunden mit Protestlern der Website „stopallwars.com“ über Wege aus der Krise und rolle mich in der Hitze von über 30° über gepflegte Wiesen. Die Stadt und ihre Leute bieten mir die Möglichkeit wieder zu klaren Gedanken zu finden und mich der Reise erneut vollen Herzens zu widmen. Bei meiner Rückkehr nach New York City geht es mir gesundheitlich leider so schlecht, dass ich die zwei Tage bis zur Abfahrt nach Toronto größtenteils im Bett verbringe.

Der Klimaanlagen-Wahn der US-Amerikaner hat sein Ziel erreicht. Ich bin platt und ausgelaugt. Ich gönne meinem Körper Ruhe. Da draußen diese riesige Stadt, doch ich bin satt und völlig überfordert, will einfach nur gesund werden. Der einzige Kontaktpunkt zur Außenwelt sind die Schwingungen, die sich durch die oberirdisch verlaufende U-Bahn auf das Gebäude, den Raum, den Boden, mein Bett und schließlich meinen Körper ausbreiten. Nach zwei Tagen Bettruhe schaffe ich es wieder, auf beiden Beinen zu stehen und buxiere mich und meinen Krempel nach Manhattan. Von dort aus fährt mich ein Nachtbus nach Toronto. Die Fahrt dauert knapp elf Stunden.

Ich versuche die Zeit schlafend zu überbrücken bis etwas heftig an meiner Schulter  rüttelt. Der Bus steht. Draußen ist es hell. Niemand außer mir und der Busfahrer befinden sich im Bus. Wir sind da. Es regnet in Toronto. Ulkig muss es aussehen, wie ich, voll bepackt mit meiner Kühlbox auf Rädern, zur morgendlichen Rushhour durch das Bankenviertel Torontos auf dem Weg zum Hauptbahnhof streuner. Von Toronto aus nehme ich mir erneut einen Mietwagen, diesmal ist er groß genug, dass alles bequem hineinpasst und fahre 1600km bis nach Summerside auf die Prince Edward Island.

Die Stimmung der Reise fängt sich an zu wandeln. Vom initialen Versorgungseinkauf, mit jedem Kilometer der Strecke, bis zum im Voraus geplanten Treffen einer guten Freundin in Summerside, entferne ich mich auch gedanklich von den ersten zwei Wochen, die durch Hektik von außen und innen bestimmt waren und tauche ab in die Natur Kanadas. Jetzt sind wir zu zweit. Kein Alleinsein mehr. Fortan werden die Momente der verbleibenden zwei Wochen geteilt. Ein tolles Gefühl.

Ein Roadtrip beginnt, wie er rückblickend kaum schöner hätte sein können. Ich möchte hier ungern wertend Orte und Plätze beurteilen, an denen wir waren. Man sollte sich einfach Zeit nehmen, Land und Leute kennen zu lernen, kleine Strecken machen, oftmals am Wegesrand anhalten und offen für kleine Unterhaltungen mit den Leuten dort sein. Ich habe die Kanadier allgemein als sehr kontaktfreudige, offene Menschen kennengelernt und während meiner Zeit hier weitaus ehrlicher interessierte Gespräche führen können als in meinen Begegnungen innerhalb der USA.

Von den Prince-Edward-Islands aus fahren wir den “Sunrise Trail” entlang und schlafen in der Regel in einem der vielen Provincial Parks. Hier steht zwar immer, dass diese gegen Abenddämmerung schließen, doch sind wir meist vor dieser schon im Park und verscheucht hat uns am Ende keiner.
Wenn ich die Karte auf dem Display meines Smartphones rauszoome, wird mir wieder bewusst, was für ein winzig kleiner Teil ich auf dieser riesigen Landmasse bin.

Kilometer für Kilometer gondeln wird bis an die Spitze des “Cape Breton”, wo wir eine Nacht kostenlos auf einem Campingplatz schlafen können. Im Vorfeld habe ich mit dem Besitzer ausgemacht, ihm Luftaufnahmen seines Campingplatzes anzufertigen, wenn er uns einen Stellplatz zur Verfügung stellt. Ich kann was, was du gebrauchen könntest und dafür gibst du mir was, was mir weiterhilft. Seitdem ich Kanada erreichte, nimmt ein anderes Gefühl in meinem Kopf den Platz ein. Das schnell, schnell, schnell, erleben, erleben, erleben gerät in den Hintergrund. Der Weg ist das Ziel. Einfach laufen lassen und sich dem Erlebnis des auf Reisen Seins hingeben. Ankommen. Oder der Versuch davon.

Schon neigt sich die Zeit dem Ende entgegen. Die Landschaften rauschen vorbei. Berge werden hoch. Berge werden klein. Nur das Meer, das bleibt und dann geht auch das irgendwann. Und nach unserer zweiten und letzten Nacht auf einem Campingplatz, treten wir den dreitägigen Rückweg nach Toronto an.
Mit den Besitzern des Campingplatzes habe ich die gleiche Vereinbarung getroffen wie schon bei Ersterem. Diesmal zeigt sich der Besitzer selbst aber weitaus offener, man kommt ins Gespräch und tauscht sich aus. Willy und seine Tochter Tiffany leiten den Platz. Er war mal in Deutschland stationiert. Sie hat ein Austauschjahr während ihrer Highschool-Zeit vor einigen Jahren in Deutschland verbracht. Weltoffene Leute. Ich spreche mit Willy über Beruf und Berufung. Er sieht es als seine Aufgabe an, die zwei Wochen Urlaub im Jahr, die eine durchschnittliche Familie zur Verfügung hat, mit all seinen Möglichkeiten auf seinem Campingplatz zur schönsten Zeit des Jahres zu machen. Ich finde das inspirierend. Schön Menschen am anderen Ende der Welt zu treffen, in deren Ehrgeiz und Ambition, ich mich wiederfinden kann.

Mit neuen Freunden im Herzen treten wir die „Heimreise“ an. Zwei Nächte Zwischenstopp und wir sind in Toronto. Hier leisten wir uns ein Hostel. Feierstimmung. Geschafft. Man versucht die verbleibende Kraft und Zeit noch in die Entdeckung einiger Stadtteile zu investieren und verköstigt die lokalen Biersorten (alles lecker, sehr zu empfehlen).
Dann Lärm. Das Dröhnen der Turbinen, die immer kleiner werdenden Wolkenkratzer Torontos, wir fliegen wieder nach hause. Ich lasse vier Woche hinter mir. Ein Monat, dem das über-den-Haufen-Werfen aller Pläne als eigentlicher Plan zu Grunde lag und der durch die schiere Menge an Erlebnissen noch Monate danach Stoff zum Nachdenken mit sich bringt.
Stetiger Reisebegleiter war übrigens der Rapper Curse, der mit seinem Podcast „Coaching, Meditation & Life“ eine Tür in mein Bewusstsein aufgemacht hat, was viele Gedankengänge auf dieser Reise auslöste aber auch einiges des Erlebten besser in Kontext setzen ließ.

So verbleibe ich in tiefster Dankbarkeit, dass diese Reise genau so passiert ist, wie sie passiert ist. Von dem Moment in Hamburg, auf der Couch der Freundin, mit der ich die zwei Wochen durch Kanada gefahren bin, in dem die Idee zum Roadtrip entstand, zum Strand an der Ostküste Nova Scotia, der ganz in Nebel verhüllt war, zum Moment nach der Reise, in dem sich eins und eins zusammenfügte und ich wusste, daraus mache ich ein Buch und einen Film.

Und nun, vier Monate später: Ein Kurzfilm – Ein Bildband – Mein erster Bildband, mit der Auswahl meiner Lieblingsbilder, so ca. 200 an der Zahl. Und ein Film, der von meinem Freund Jan Kerscher (Like Lovers) musiklaisch untermalt wird.

Es bleibt was, neben dem, was man hier sieht und bald auch anfassen und fühlen kann. Das, was ich denke und das, was ich dachte, was neben dem, was dort entstanden ist, das ist, was hier gerade am meisten Wert ist. Ich bin noch lange nicht angekommen aber ein großes Stück näher daran, irgendwann anzukommen.  

„Ankommen“ – Mein erster Bildband – jetzt auf Startnext.de

https://www.startnext.com/ankommen-fabian-willi-simon

Außerdem lade ich am 08. Dezmeber 2017 in den Berliner Club Werk9, um das Buch und den Film zu präsentieren. Mit dabei sind die Künstler „Like Lovers“ und „Maten“, die jeweils ein Konzert spielen werden. Beginn ist 20 Uhr, der Eintritt ist kostenlos. 

Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/211372529402388/


 

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